Längst ist es Zeit,

Ronny’s Geschichte weiterzuerzählen, denn es ist inzwischen viel passiert.

Nach meinem letzten, so positiven Bericht und meiner Hoffnung, dass Ronny nun auf dem Weg der Besserung sei, wurde ich leider eines Besseren belehrt. Als ich das letzte Mal über Ronny berichtete, war er ca. 8 Wochen beschwerdefrei und diese Entwicklung hielt bis zur 16. Woche an. Sie können sich sicher meine Enttäuschung und meine Sorge vorstellen, als ich dann in der 17. Woche feststellen musste, dass seine Atmung rapide schlechter wurde und ich zwecks Kontrolle sofort mit Ronny in die Klinik fuhr. Das Ergebnis machte all meine Hoffnung auf eine Selbstheilung zunichte. Ronny wurden wieder mehr als 2 Liter Flüssigkeit aus dem Brustkorb entzogen. Wieder zu Hause, ging es ihm ungefähr 2 Tage besser, bis seine Atmung wieder anfing sich zu verschlechtern. Ich wartete genau 5 Tage, bis der nächste Klinikbesuch unvermeidbar wurde. Wieder eine Punktion, wieder hatte sich eine große Menge Flüssigkeit angesammelt. Diese Prozedur wiederholte sich mehrmals im Abstand von 5 bis max. 6 Tagen, jedesmal wurden zwischen 2 und 3 Liter Flüssigkeit abgepumpt. Woher diese plötzliche Verschlechterung kam, vermag niemand zu sagen. Die Ärzte sagten, sein vorheriger langanhaltender guter Zustand könne auf eine Teilverklebung des verletzten Kanals zurückzuführen sein, die sich nun aber wieder gelöst hat und diese extremen Flüssigkeitsaustritte verursacht.

Selbst mir, als großen Skeptiker was die Erfolgsaussichten einer Operation angeht, war klar, dass dieser Zustand Ronny nicht länger zugemutet werden konnte.

 

Am 22. März wurde Ronny in der Tierklinik Neandertal in einer mehr als 3-stündigen Operation von dem leitenden Chefarzt Dr. Peter Engelhardt operiert.

 

Über die fachliche Kompetenz dieses Arztes, konnte ich mir, als medizinischer Laie, im Vorfeld kein Urteil erlauben, zumal diese Erkrankung relativ selten auftritt und somit keineswegs zu den Routineoperationen einer Klinik gehört. In einigen Gesprächen mit Dr. Engelhardt konnte ich mir allerdings über seine ethische Einstellung, sein hohes Verantwortungsbewusstsein und seine absolute Ehrlichkeit einen Eindruck verschaffen, was für mich ebenso wichtig ist, wie fachliches Können.

In dieser mehr als 3-stündigen Operation gelang es Dr. Engelhardt die Ursachen des Chylothorax zu beseitigen und ich erlebe seitdem an Ronny eine Lebensqualität, wie ich sie nie zuvor bei ihm sah. Wie immer im Leben, gibt es auch im Falle von Ronny für nichts eine Garantie, aber dank der hervorragenden Arbeit von Dr. Engelhardt genießt Ronny seit nunmehr fast

3 Monaten ein neues Leben.

Vielleicht verstehen Sie, liebe Freunde von Ronny und der Tierhilfe Nord-West, dass ich mit diesem Bericht gezögert habe, gerade weil ich schon einmal dachte, wir sind auf dem Weg der Heilung und dann doch wieder enttäuscht wurde. Wenn ich aber Ronny heute sehe, seine Lebensfreude, die er seit Wochen genießt, dann weiß ich, dass sich alleine für die Zeit vom 22. März bis heute alles gelohnt hat, gleichgültig, was noch kommen mag.

 

                              

 

Ich möchte mich hier an dieser Stelle persönlich bei Dr. Peter Engelhardt bedanken für seine Geduld, die er über viele Monate mit mir hatte, während derer ich immer wieder die von ihm dringend empfohlene Operation ablehnte, und natürlich für seine chirurgische Leistung, der das heutige Wohlbefinden von Ronny zu verdanken ist.

 

Man erzählte mir, dass Ronny schon eine Stunde nach dieser schwierigen Operation wieder auf seinen Beinen stand und aus seiner Box heraus das Treiben um ihn herum beobachtete. Er sei eben ein richtiger Kämpfer.

Wie Sie sich denken können, hat die Operation verbunden mit dem anschließenden 9-tägigen Klinikaufenthalt große Kosten verursacht und ich würde mich sehr über eine nochmalige Unterstützung freuen. Ich weiß, dass wir auf die Ferienzeit zugehen und das Geld vermutlich knapp ist. Wenn Sie trotzdem eine kleine Spende für unseren „Kämpfer“ übrig haben, danke ich Ihnen von Herzen. Ohne die Großzügigkeit unserer Freunde und Sponsoren wäre vieles nicht möglich.

 

                                                        

 

Ich werde auch in Zukunft in Abständen weiter über Ronny berichten und hoffe, dass es nur Positives sein wird.

Christa Rendel

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